Unsere Lebensgrundlagen schützen
Eine intakte Natur ist unser aller Lebensgrundlage. Saubere Luft, fruchtbare, humusreiche Böden und sauberes Wasser mit einer großen Artenvielfalt ermöglichen gutes Leben. Es ist für uns von zentraler Bedeutung, die natürliche Lebensgrundlage zu bewahren – gerade jetzt, da die Auswirkungen des Klimawandels auch bei uns im Saarland immer deutlicher spürbar werden. Wir müssen also achtsam mit der Natur umgehen und brauchen funktionierende Ökosysteme.
Unsere einzigartigen Natur- und Kulturräume wie der „Urwald vor den Toren der Stadt“, der Saarkohlewald, der Warndt, das Saartal oder der Bliesgau bieten unverzichtbare Lebensgrundlagen, die wir erhalten wollen. Wir setzen uns für eine ökologische Landwirtschaft ein und arbeiten dazu partnerschaftlich mit den Landwirtinnen und Landwirten zusammen. Wir setzen auf eine gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft und unterstützen es, wenn sich Kommunen zu gentechnikfreien Regionen zusammenschließen wollen.
In einem grünen Regionalverband …
- sorgen wir für sauberes Wasser und schützen unser Grundwasser,
- schützen wir vielfältige Biotope für viele Tier- und Pflanzenarten, auch für Insekten,
- sind Schutzgebiete vernetzt, damit sich die Arten bewegen und ausbreiten können,
- schützen wir uns und unsere Natur vor Lärm- und Lichtverschmutzung,
- vermeiden wir Müll und verhindern wilde Müllablagerungen,
- werden in öffentlichen Einrichtungen verstärkt regional erzeugte Lebensmittel verarbeitet.
Wasser ist Leben
Wasser bedeutet Leben, deshalb ist sauberes Wasser an der Oberfläche aber auch tief in der Erde als Grundwasser so wichtig. Trockene Sommer und Starkregenereignisse sind eine Belastung für unsere Gewässer und eine Gefahr für unser Grundwasser. Inzwischen ist klar, dass unsere Abwässer durch Rückstände von Medikamenten, Hormonen, Mikroplastik und Chemikalien belastet sind. Gelangen sie in unsere Flüsse und Seen und letztlich auch in unser Grundwasser, dann gefährden sie unsere Gesundheit. Solche Stoffe können nur durch eine vierte Klärstufe zurückgehalten werden.
Damit wir auch in Zukunft genügend sauberes Grundwasser haben und wir uns an heißen Sommertagen mit gutem Gewissen in unseren Gewässern, egal ob Saar, Rossel oder Sulzbach, abkühlen können, wollen wir sicherstellen, dass sie frei von gesundheitsgefährdenden Rückständen sind.
Konkret heißt das, wir …
- machen uns für versickerungsfähige Beläge auf Wegen und Begrünungsflächen bei allen Bauten stark, um die negativen Auswirkungen von Trockenzeiten zu vermindern und die Resilienz gegen Hochwasser und Starkregen zu stärken,
- setzen uns bei den Städten und Gemeinden im Regionalverband für den Ausbau der Kläranlagen und Einrichtung einer vierten Klärstufe im Regionalverband ein,
- sorgen dafür, dass die Konzentration der nicht oder nur in langen Zeiträumen abbaubaren Chemikalien (PFAS) im Trinkwasser an allen Wasserentnahmestellen im Regionalverband permanent überwacht wird und die Messergebnisse wie auch Vorkommnisse transparent auf einer Internetseite veröffentlicht werden,
- bringen die Kommunen des Regionalverbands an einen Tisch, damit ein interkommunales Sanierungskonzept für die Wasser- und Abwasserinfrastruktur entwickelt und umgesetzt wird. Dabei muss auch die konsequente Trennung von Schmutz- und Regenwasser realisiert werden,
- unterstützen die Koordination von kommunenübergreifenden Renaturierungsmaßnahmen von Gewässern wie dem Sulzbach,
- machen uns für den Ausweis und Ausbau von Regenrückhalteräumen in Grünflächen und auf Wiesen stark, damit Freiflächen mehrfachen Nutzen erzielen,
- werden uns dafür einsetzen, dass die Grundwasserförderung für kommerzielle Wasservermarktung im Regionalverband wie z.B. in Rilchingen nicht erweitert wird,
- werden den Landschaftsplan als Beitrag zur Flächennutzungsplanung fortschreiben und diese Punkte damit planungsrechtlich verankern.
Biodiversität und Artenschutz
Ohne Bienen, Hummeln und Insekten, die Pflanzen bestäuben, gerät das biologische Gleichgewicht aus den Fugen. Der Schutz der verschiedenen Lebensformen und Lebensräume und die genetische Vielfalt innerhalb der Arten ist daher von zentraler Bedeutung. Schutzgebiete bilden zunächst einen Rückzugsort für bedrohte Pflanzen- und Tierarten und tragen dazu bei, ihre Lebensräume zu erhalten und zu entwickeln.
Die zwölf Naturschutzgebiete im Regionalverband umfassen ganz unterschiedliche Lebensräume – vom Saarkohlewald über den Birzberg, die St. Arnualer Wiesen bis hin zur Bergehalde Viktoria. Zum Teil sind diese Gebiete recht klein und liegen isoliert. Wären sie größer und miteinander verbunden, wären sie noch wertvoller, weil die unterschiedlichsten Arten sich darin bewegen und auch genetisch austauschen könnten.
In den Wäldern, in extensiv landwirtschaftlich bewirtschafteten Wiesen, Äckern und Weiden und in den Schutzgebieten des Regionalverbands liegen Paradiese der Artenvielfalt. Aber auch im Siedlungsbereich sorgen naturnahe Gärten, Kleingartenanlagen, Parks und Friedhöfe für vielfältige Lebensräume und innerörtliche Blühflächen. Diese Lebensräume und Rückzugsorte wollen wir schützen und erweitern, damit die biologische Vielfalt im Regionalverband erhalten wird.
Konkret heißt das, wir …
- setzen uns für die Ausdehnung des Biosphärenreservats Bliesgau in den Regionalverband ein,
- fördern die Pflege von brachliegenden Streuobstwiesen und Gärten,
- unterstützen die Anlage von naturnahen Gärten durch Informationen und Fördermöglichkeiten,
- unterstützen den Erhalt und die Neuanlage von Parks und grünen Plätzen im Siedlungsbereich,
- setzen uns für die Fortsetzung der Förderung von Blühwiesen ein,
- sorgen dafür, dass Flächen des Regionalverbands ohne Pestizideinsatz bewirtschaftet werden,
- unterstützen Gemeinden auf dem Weg zur pestizidfreien Kommune,
- fördern smarte Beleuchtungssysteme, die Lichtverschmutzung minimieren und so auch dem Insektenschutz dienen.
Lärmschutz für mehr Lebensqualität und Gesundheit
Studien belegen, dass Menschen glücklicher und gesünder sind, wenn sie wenig Lärm ausgesetzt sind. Und auch für Tiere ist Lärm auf Dauer schädlich. Straßenverkehrslärm ist eine der häufigsten Lärmquellen. Durch unterschiedliche Maßnahmen lässt er sich deutlich und nachhaltig reduzieren. In einem ersten Schritt müssen die Lärmhotspots identifiziert werden, um dann im zweiten Schritt geeignete Lösungen zu finden. Schließlich wollen wir, dass im Regionalverband gesunde und glückliche Menschen leben.
Konkret heißt das, wir …
- setzen uns für eine Lärmkartierung nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie im gesamten Regionalverband ein,
- machen uns stark für eine nachfolgende Lärmaktionsplanung, die die Lärmbelastung für Mensch und Tier im Regionalverband reduziert,
- unterstützen die Kommunen bei der Einrichtung von Tempo-30-Zonen, sofern diese zum Beispiel auf Grund von hoher Lärmbelastung oder Unfallgefahren möglich ist,
- setzen Lärmschutzmaßnahmen um, wo es die direkte Zuständigkeit ermöglicht.
Abfall vermeiden, recyceln und verwerten
Wir wollen Abfall vermeiden, unser Ziel ist „Zero Waste“. Wir unterstützen die Anstrengungen der Kommunen und wollen perspektivisch keinen Müll mehr verursachen, Rohstoffverschwendung werden wir stoppen. Als Regionalverband wollen wir dabei Vorbild sein.
Wir beabsichtigen, auf den Einsatz von Einwegverpackungen zu verzichten und setzen zum Beispiel auf eine möglichst papierfreie Verwaltung. Wir setzen uns dafür ein, bekannte Altlasten engmaschig zu überwachen und bei Gefahr schnell zu beseitigen. Aber auch heute kommt es immer wieder zu illegalen Müllablagerungen, teils um Geld zu sparen, teils aus Bequemlichkeit. Das muss konsequent verfolgt und verhindert werden.
Konkret heißt das, wir …
- wollen, dass der Regionalverband Saarbrücken und seine öffentlichen Einrichtungen bis 2030 zu „Zero Waste“-Einrichtungen werden,
- setzen uns dafür ein, dass Wertstoffhöfe im Regionalverband flächendeckend gut erreichbar sind,
- wollen wir die kostenfreie Annahme von Grünschnitt um ein Netz von dezentralen Annahmestellen erweitern,
- machen uns dafür stark, dass an Schulmensen konsequent auf Mehrwegverpackungen gesetzt wird.
Tierheime angemessen ausstatten
Das Bertha-Bruch-Tierheim in Saarbrücken gibt jedes Jahr vielen Haustieren in Not eine sichere und liebevolle Unterkunft. Als privater Verein, der zu einem großen Anteil über Spenden finanziert ist, leistet es einen herausragenden Beitrag zum Tierschutz im Regionalverband und übernimmt Verpflichtungen der Kommunen. Mit dem 2020 abgeschlossenen Konsortialvertrag wurde die langfristige Finanzierung sichergestellt. Wir setzen uns für die Verlängerung des Vertrages über das Jahr 2025 hinaus ein.
Für Katzen mit Freigang setzen wir auf die Einführung einer Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht, damit Fundtiere schnell wieder nach Hause kommen und Tierleid bei Straßenkatzen wirksam bekämpft wird. Haushalte mit geringen Einkommen wollen wir dabei finanziell unterstützen.
Konkret heißt das, wir …
- werden die Anschlussfinanzierung des Bertha-Bruch-Tierheims auch über 2025 hinaus sicherstellen,
- setzen uns für die Einführung einer Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht von Katzen mit Freigang ein. Ausnahmen soll es nur geben, wenn die Versorgung und Kontrolle der Nachzucht sichergestellt ist,
- machen uns für die finanzielle Unterstützung von einkommensschwachen Haushalten bei der Einführung einer solchen Pflicht stark.
Wildbestand managen
Für Wildtiere im Regionalverband setzen wir auf eine konsequente Fortführung des Wildtiermanagements. Die Herausforderungen des Wildtiermanagements sind vielfältig und das Konfliktpotenzial erheblich. Einige Tierarten oder Populationen sind akut vom Aussterben bedroht, während andere, wie z.B. Wildschweine, in ihren Beständen stark zunehmen. Zugewanderte Arten wie die Nilgans können unter Umständen eine Bedrohung für heimische Arten darstellen. Gleichzeitig tragen der Flächenverbrauch und die Zerschneidung von Landschaftsgebieten dazu bei, dass die Lebensräume für Wildtiere immer enger werden.
Konkret heißt das, wir …
- werden die Zusammenarbeit mit qualifizierten Fachkräften fördern und die erforderlichen Maßnahmen koordinieren,
- wollen Landschafts- und Lebensräume von Schutztieren unabhängig von ihrem Schutzstatus bewahren,
- setzen uns dafür ein, dass keine Haltung von Wildtieren bei Zirkusvorführungen im Regionalverband stattfindet.
Regionale Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel
Böden mit einer guten Humusschicht binden nicht nur CO2, sondern ermöglichen auch eine nachhaltige regionale Erzeugung von gesunden Lebensmitteln. Gerade in öffentlichen Einrichtungen und Schulen setzten wir auf gesunde, regional und umweltschonend erzeugte Lebensmittel. Um das zu erreichen, soll bei der Ausschreibung und Vergabe von Außer-Haus-Verpflegung (wie z.B. in Schulmensen) künftig auf kurze Transportwege geachtet werden und Losgrößen variiert werden.
Konkret heißt das, wir …
- setzen uns dafür ein, dass kurze Transportwege und damit regionale Lebensmittel künftig als wichtiges Ausschreibungskriterium aufgenommen werden,
- unterstützen regionale Vermarktungsstrukturen und die Eigenvermarktung von regionalen Lebensmitteln,
- fördern alternative Mittel zur Unkrautbekämpfung zur Eindämmung des Einsatzes von Pestiziden wie Glyphosat in der Landwirtschaft,
- werden uns für eine Wiederverwendung von Grünschnittkompost einsetzen, um die Verwendung von teurem Kunstdünger in der Landwirtschaft zu reduzieren.
Die Energie- und Wärmewende im Regionalverband erfolgreich machen
Eine erfolgreiche Energie- und Wärmewende ist ein zentraler Faktor für echten Klimaschutz und macht uns energiepolitisch unabhängig. Der Regionalverband und seine Kommunen spielen dank der vielen dezentralen Ansätze eine wichtige Rolle bei der Energieeinsparung, Energiespeicherung und dem Einsatz erneuerbarer Energien. Beide Ebenen sollten zentrale Akteure in einer erfolgreichen Energie- und Klimaschutzpolitik in unserer Region sein und zu wichtigen Beratern für die Bürgerinnen und Bürger werden. Der Ausbau von erneuerbaren Energien und eine gut abgestimmte, nachhaltige, kommunale Wärmeplanung ist uns wichtig um bezahlbare Energie für Bürgerinnen und Bürger, für Wirtschaft und Industrie zu sichern.
In einem grünen Regionalverband
- werden die Potentiale für erneuerbare Energien aus Sonne, Wind und Umweltwärme konsequent genutzt.
- profitieren die Menschen über Beteiligungsmodelle direkt vom Ausbau der erneuerbaren Energien.
- wird Wärme mit Plan erzeugt und verteilt, damit günstige und klimaneutrale Wärme überall verfügbar ist.
- beteiligen wir uns konstruktiv am Aufbau einer regionalen Wasserstoffstrategie.
- vernetzen wir Stadtwerke, um die Erzeugung und Verteilung von erneuerbaren Energien effizienter zu machen.
- wird Energie intelligent und flexibel eingesetzt, um Ressourcen optimal einzusetzen und Kosten zu sparen.
Erneuerbare Energien konsequent ausbauen
Photovoltaik, Windkraft, Biomasse und Geothermie werden uns in eine CO2-neutrale und langfristig auch wirtschaftlich günstige Zukunft begleiten. Die größten Potentiale liegen im Regionalverband auf noch nicht genutzten Dachflächen. In Zukunft werden Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf diesen Dächern einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten. Außerdem wollen wir ungenutzte Brachflächen nutzen und das Potenzial der von der Landesregierung gelisteten „Vorranggebiete Windenergie“ ausschöpfen.
Um auch die Energie, die in der Erde steckt, gut nutzen zu können wollen wir geothermische Testbohrungen und die Untersuchung von Wärmepotentialen in aufgelassenen Schachtanlagen im Regionalverband gezielt fördern.
Konkret heißt das, wir
- fördern Privatpersonen bei der Anschaffung von sogenannten Balkonkraftwerken.
- sorgen für die Installation von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf öffentlichen Gebäuden und Parkplätzen.
- setzen uns dafür ein, auf Brachflächen Potentiale zur Energiegewinnung zu nutzen.
- unterstützen Investoren/Bürgerenergiegenossenschaften beim Bau neuer und/oder leistungsstärkerer Windräder, um die Potentiale der „Vorranggebiete Windenergie“ realisieren.
- machen uns dafür stark, dass die Wärmepotentiale aus vorhandenen Schachtanlagen analysiert und genutzt werden.
- setzen uns dafür ein, dass unvermeidbare Abwärmepotentiale wie beispielsweise aus der Industrie, Rechenzentren oder dem Abwasser erschlossen und in Niedertemperatur- oder Fernwärmenetze eingespeist werden.
- unterstützen die Erschließung von Umweltwärmequellen (oberflächennahe Geothermie, Abwärme aus Abwasserkanälen, Flusswasser), die in kalten Nahwärmenetzen eine emissionsfreie Wärmeversorgung von Quartieren ermöglichen.
- überprüfen regelmäßig den Flächennutzungsplan, um aktuelle Flächenpotentiale schnell nutzen zu können.
Bürgerinnen und Bürger durch Beteiligungsmodelle direkt profitieren lassen
Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Regionalverband soll nicht nur dem Klima zugutekommen, sondern auch den Bürgerinnen und Bürgern direkt nutzen. Investitionen scheitern oft an knappen öffentlichen Mitteln. Damit die Umsetzung schneller möglich ist, wollen wir Beteiligungsmodelle für Bürgerinnen und Bürger. Von solchen Investitions- und Finanzierungsformen würden alle profitieren.
Konkret heißt das, wir
- bieten Bürgerenergiegenossenschaften an, Photovoltaik Flächen auf Gebäuden des Regionalverbandes zu realisieren.
- fördern die Bildung von Kooperationen und Netzwerken zwischen Bürgerenergiegenossenschaften, lokalen Unternehmen und der Verwaltung.
- setzen uns dafür ein, dass Bürgerinnen und Bürger auch bei etwaigen Großprojekten im Regionalverband von Investitionsmöglichkeiten profitieren.
Wärme mit Plan erzeugen und verteilen
Der Wärmemarkt hat mit rund 50 Prozent den größten Anteil am Endenergieverbrauch und bietet damit großes Potenzial, CO2-Emissionen zu reduzieren. Um die Energiewende im Wärmesektor voranzutreiben und die Wärmeversorgung bis spätestens 2045 nahezu klimaneutral zu gestalten, müssen wir den Wärmebedarf von kommunalen und privaten Gebäuden konsequent reduzieren. Der verbleibende Restwärmebedarf sollte vornehmlich auf Basis erneuerbarer Energien gedeckt werden.
Der Regionalverband könnte zur effektiven und schnelleren Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung besonders für Planungen über Gemeindegrenzen hinweg eine koordinierende Funktion übernehmen. Die kommunale Wärmeplanung soll interkommunal angegangen werden, um eine wirtschaftliche Wärmeversorgung auf Basis von klimaneutraler Energie zu erreichen. Dabei möchten wir gemeinsam mit Ihnen die beste Lösung für Sie als Bürgerinnen und Bürger finden.
Konkret heißt das, wir
- setzen uns dafür ein, dass die im Klimaschutzkonzept des Regionalverbands vorgesehene integrierte und interkommunale Wärmeplanung im Zweifel auch ohne Fördermittel umgesetzt und im Anschluss realisiert wird.
Wasserstoff
Die Verfügbarkeit von grünem Wasserstoff ist für den Regionalverband als Industrie- und Technologiestandort von besonderer Bedeutung. Deshalb wollen wir uns auf allen Ebenen für den Anschluss an ein europäisches Wasserstoffnetz zum Aufbau der Wasserstoffwirtschaft im Regionalverband einsetzen.
Stadtwerke auf das Zeitalter der Energiewende vorbereiten
Die sichere, zuverlässige und stabile Versorgung mit Strom ist auch unter den Bedingungen der anzustrebenden CO2 Neutralität für den Regionalverband Saarbrücken unverzichtbar. Dazu müssen unsere Stadtwerke ihre Energiesysteme im gebotenen Umfang (weg vom Gas, hin zur Versorgung mit EE-Strom) modernisieren, Speicherkapazitäten müssen geschaffen werden und Netzbetreiber müssen für eine stabile und leistungsfähige Netzinfrastruktur sorgen.
Es kommt jetzt darauf an, die richtigen Weichen zu stellen, zusammenzuarbeiten und zügig die dazugehörenden Investitionen in Angriff zu nehmen. Bei der Finanzierung müssen alternative Wege gefunden werden, um die enormen Investitionen in die notwendigen Infrastrukturen zu stemmen. Bürgerbeteiligung und eine an die Bedarfe angepasste Ausschüttungspolitik an die (kommunalen) Anteilseigner können hier einen Beitrag leisten.
Konkret heißt das, wir
- bringen die Stadtwerke an einen Tisch, damit sie sich gemeinsam auf die Herausforderungen der Energiewende vorbereiten, sei es im Bereich smarter Stromnetze oder bei Investitionen in die Energieinfrastruktur.
- sorgen mit einem guten Fördermanagement dafür, dass die vorhanden Förderprogramme für die Energiewende durch den Regionalverband ausgeschöpft werden.
- bringen eine Machbarkeitsstudie auf den Weg, um die Potentiale von Pumpspeichern in den ehemaligen Bergwerken in Zeiten der Energiewende zu ermitteln.
Regionalverband Saarbücken als Modellregion für Energieflexibilität
Derzeit fördern die Regularien auf den Strommärkten möglichst konstante Energieverbräuche. Bei der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen kommt es jedoch, anders als z.B. bei der Verstromung von Kohle, häufiger zu Schwankungen in der Energieerzeugung. Eines der größten Forschungsprojekte der Bundesregierung, das Kopernikus-Projekt SynErgie hat bereits in der Modellregion Augsburg gezeigt, welche Potentiale für energieintensive Unternehmen, Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber in der Flexibilisierung des Stromverbrauchs liegen. Diese Potentiale wollen wir auch für den Regionalverband nutzen.
Konkret heißt das, wir
- setzen uns dafür ein, dass der Regionalverband mit seinen energieintensiven Unternehmen als Modellregion die Flexibilitätspotentiale der Region identifiziert und nutzt.