[Regionalverband] Anmeldung für weiterführende Schulen: Digitalisierung bleibt aus
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vom 24. Februar 2026
Anmeldung für weiterführende Schulen: Digitalisierung bleibt aus – Eltern müssen Urlaub nehmen
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Regionalversammlung Saarbrücken kritisiert deutlich, dass das Verfahren zur Anmeldung für weiterführenden Schulen weiterhin ausschließlich analog erfolgt – obwohl jedes Jahr die Eltern von über 2.000 Kindern davon betroffen sind. Andere Kommunen wie Bielefeld oder Lüneburg sind längst weiter: Dort laufen Schulanmeldungen bereits digital, in Lüneburg nutzen rund 95 % der Eltern das Online-Verfahren.
„Es ist nicht hinnehmbar, dass Eltern im Jahr 2026 noch immer persönlich in den Schulen erscheinen müssen, um Unterlagen vorzulegen – und dafür oft Urlaub nehmen oder Betreuung organisieren müssen“, erklärt Anne Lahoda, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Regionalverband Saarbrücken. „Die Technologie für sichere digitale Anmeldungen ist längst vorhanden. Andere Regionen zeigen, dass es zuverlässig funktioniert. Der Regionalverband Saarbrücken muss endlich nachziehen.“
Bei über 2.000 Anmeldungen pro Jahr führt das rein analoge Verfahren zusätzlich zu erheblichen Belastungen in den Schulen, da Lehrkräfte und Verwaltungspersonal während der Anmeldephase viele Stunden für Terminvergabe, Dokumentenprüfung und Datenerfassung aufwenden müssen – Zeit, die an anderer Stelle fehlt.
„Es geht nicht um Bequemlichkeit, sondern um effizienten Service für Familien und Entlastung der Verwaltung und der Lehrkräfte, die statt zu unterrichten stundenlang Schulanmeldungen entgegennehmen“, so Lahoda weiter.
Die bündnisgrüne Fraktion fordert den Regionalverband Saarbrücken auf, noch in diesem Jahr ein Pilotprojekt für digitale Schulanmeldungen zu starten, und hat hierfür einen entsprechenden Antrag eingereicht.
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